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Kaufnebenkosten in Uruguay: was zum Kaufpreis dazukommt

Der Kaufpreis ist nicht der Gesamtpreis. In Uruguay kommen für den Käufer typischerweise 7 bis 8 Prozent hinzu, vorhersehbar und weitgehend tarifiert.

Quellen: Cámara Inmobiliaria Uruguaya, DGIZahlen geprüft am 2026-07-27
San Pedro de Timote
San Pedro de TimoteMarcelo Campi · CC BY-SA 3.0

Die Positionen im Überblick

PositionSatzWer zahlt
Maklerprovision3 % + IVAKäufer und Verkäufer je eigene Seite
Notarhonorar (Escribano)ca. 3 % + IVAKäufer
ITP (Übertragungssteuer)2 %Käufer
ITP (Übertragungssteuer)2 %Verkäufer
Stempelsteuer / Registerca. 0,55 %Käufer

Die uruguayische Mehrwertsteuer (IVA) beträgt 22 % und wird nur auf die Honorare berechnet, nicht auf den Kaufpreis. Eine Provision von 3 % zuzüglich IVA entspricht damit effektiv rund 3,66 % des Kaufpreises.

Maklerprovision

Der offizielle Tarif der Cámara Inmobiliaria Uruguaya (CIU) sieht 3 % zuzüglich IVA von jeder Partei vor, ausdrücklich auch für ländliche Objekte und Campos. Käufer und Verkäufer zahlen also jeweils ihre eigene Seite; es handelt sich nicht um eine geteilte Gesamtprovision.

Praktisch bedeutet das: wer als Käufer einen eigenen Vertreter beauftragt, zahlt dessen Honorar aus der Käuferseite. Der Makler, der das Objekt gelistet hat, wird vom Verkäufer bezahlt. Diese Trennung ist die Grundlage dafür, dass eine echte Käufervertretung ohne Interessenkonflikt möglich ist.

Notarhonorar

Der Escribano wird vom Käufer benannt und bezahlt. Das Honorar liegt üblicherweise bei rund 3 % zuzüglich IVA des Objektwerts, zuzüglich Auslagen. Der Notar ist zugleich Einbehaltungs- und Abführungsstelle für die Übertragungssteuer.

ITP: Impuesto a las Transmisiones Patrimoniales

Die Übertragungssteuer beträgt 2 % für den Käufer und 2 % für den Verkäufer. Bemessungsgrundlage ist der von der Dirección Nacional de Catastro festgesetzte Katasterwert, fortgeschrieben nach Verbraucherpreisindex.

Was das in Summe bedeutet

Für den Käufer ergeben sich in der Praxis rund 7 bis 8 Prozent zusätzlich zum Kaufpreis. Für den Verkäufer liegt die Belastung je nach Fall höher, weil neben Provision und ITP unter Umständen die Einkommensteuer auf den Veräusserungsgewinn (IRPF) anfällt.

Diese Sätze sind weitgehend tarifiert und öffentlich einsehbar. Anders als in manchen Märkten gibt es in Uruguay wenig Spielraum für versteckte Positionen, was die Kalkulation vor dem Kauf verlässlich macht.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Maklerprovision in Uruguay?

Der offizielle CIU-Tarif sieht 3 % zuzüglich IVA von jeder Partei vor, auch für ländliche Objekte. Käufer und Verkäufer zahlen jeweils ihre eigene Seite.

Wer zahlt den Notar?

Der Escribano wird vom Käufer benannt und bezahlt, üblicherweise rund 3 % zuzüglich IVA des Objektwerts.

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Uruguay?

Die ITP beträgt 2 % für den Käufer und 2 % für den Verkäufer, berechnet auf den Katasterwert. Dieser liegt üblicherweise deutlich unter dem Marktwert.

Wie viel Nebenkosten muss ich einplanen?

Als Käufer typischerweise 7 bis 8 Prozent zusätzlich zum Kaufpreis.

Quellen

Zahlen geprüft am 2026-07-27

Dieser Beitrag dient ausschliesslich Informationszwecken und stellt keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. AegisTierra erbringt keine Rechts- oder Steuerberatung, sondern koordiniert geprüfte lokale Spezialisten.

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